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Veröffentlicht: 2022-08-231 Backlinks

Der Seigniorage-Effekt

Der Seigniorage-Effekt bezeichnet den wirtschaftlichen Vorteil, den ein Land mit Leitwährung genießt, also ein Land, das eine internationale Währung stellt. Es nutzt seinen Status als Leitwährungsland, druckt Geld und gleicht über die Schaffung von neuem Kredit seine Außendefizite endlos aus.

Das heißt: Bei der Ausgabe von Geld entsteht ein Gewinn in Höhe des Tauschwerts abzüglich der Herstellungskosten (Münzgewinn), und darunter wird der Vorteil, den ein Land mit Leitwährung, also ein Land mit internationaler Währung, genießt, als Seigniorage-Effekt bezeichnet.

Der Begriff geht ursprünglich darauf zurück, dass im Mittelalter die Feudalherren (auf Französisch seignior), die innerhalb ihrer Burg das ausschließliche Monopol auf die Münzprägung besaßen, ihren Goldmünzen zur Deckung ihrer Finanzen Fremdstoffe beimischten und sie in Umlauf brachten.

Er wird auch Prägegewinn (鑄造差益) oder Notenausgabegewinn genannt.

Das heißt: Die Herstellungskosten sind geringer als der tatsächliche Nennwert des Geldes, und in Höhe dieser Differenz entsteht ein Gewinn.

Bis zum Zweiten Weltkrieg nahm im Übrigen Großbritannien (mit dem Pfund) die Rolle des Leitwährungslandes ein, gab diesen Status dann aber an die USA ab, sodass heute allein die USA als Leitwährungsland den Seigniorage-Effekt genießen. (Wirtschaftsredaktion, Reporter Jang Sun-hwan)


Themen: Wirtschaftswissenschaft,Kreditgeld,Leitwährung
Kategorie: Wiki/Wirtschaft

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Wiki/WirtschaftErstellt: 23-12-02Aktualisiert: 26-08-24
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